Das auffälligste Symptom der Magersucht ist der Gewichtsverlust. Durch die absolute Nahrungsverweigerung oder Einschränkung führt die Magersucht oftmals bis zur lebensbedrohlichen Kachexie. Die Wahrscheinlichkeit an Magersucht zu sterben liegt leider sehr hoch, laut Statistik sind es 10 bis 15 Todesfälle bei Magersüchtigen.
Das häufig auftretende psychosomatische Symptom der Obstipation (Stuhlverstopfung) kommt durch die stark reduzierte Nahrungsaufnahme bei der Magersucht. Mit der Einnahme von Abführmittel, was manchmal über 100 Tabletten am Tag sein können, damit man ja kein Gramm Fett zunimmt. Genau durch das Abführmittel werden lebenswichtige Mineralien und Elektrolyte aus dem Körper geschwemmt.
Durch die starke Unterernährung gibt es viele Symptome die der Körper dann dem Gesamtzustand der Magersucht anpasst, wie Unterleibsbeschwerden, niedriger Blutdruck, Zahnausfall, langsame Herztätigkeit, Störungen im Eiweiß- und Mineralhaushalt und vor allen Dingen Kaliummangel.
Durch den extrem hohen Gewichtsverlust leiden die meisten Magersucht Kranken an ständigem frieren. Da die Körpertemperatur viel niedriger ist als bei gesunden Menschen, kann sie sich auch schlechter an die Umgebungstemperatur anpassen. Der Organismus nimmt das Frieren als Energiesparmaßnahme und es können bei Magersüchtigen sogar Erfrierungen auftreten.
Die Haut der Magersüchtigen wird sehr Trocken und ist nicht mehr so elastisch, deshalb sehen junge Mädchen oft schon viel Älter aus. Wenn man an Magersucht erkrankt ist, können einem die Haare ausfallen und die Nägel brechen ab.
Viele Magersüchtigen leiden durch den Eiweißmangel an Wassereinlagerungen, die auch bedrohliche Auswirkungen haben können, wenn sich das Wasser im Bauchraum oder im Herzbeutel befindet.
Zu Beginn von Magersucht kann man auch noch recht viel Sport treiben, doch irgendwann ist dann der Punkt erreicht, das die Muskeln so schwach sind, das einem das Treppensteigen schon Mühe macht.
Das Konzentrationsvermögen lässt im Laufe der Krankheit Magersucht sehr nach, für ganz einfache Dinge die ein gesunder Mensch vielleicht nur 10 Minuten braucht, da braucht ein kranker Mensch dreimal so lange. Durch erhöhte Anstrengung versuchen Magersüchtige dies auszugleichen.
Magersüchtige kapseln sich von Ihrer Umwelt ab und legen keinen Wert auf eine Partnerschaft oder Sexualität, im Bezug auf die Sexualität oder der körperlichen Reifung interessiert sie der eigene Körper nicht.
Wenn man an Magersucht erkrankt, ist man süchtig danach mager zu sein und hat große Angst davor Dick zu werden.