Durch die Magersucht entstehen nicht nur psychische Probleme, es können auch durch das Essverhalten und die Gewichtsabnahme körperliche Beschwerden auftreten.
Das Erbrechen, Fasten oder der Gebrauch von Abführmitteln während der Magersucht kann zu einem Mangel von lebensnotwendigen Elektrolyten wie Kalium, Kochsalz oder Magnesium führen.
Es kann auch zu Verschiebungen des Säuregehaltes im Blut kommen und die Niere und andere Organe haben nicht die Möglichkeit das Blut stabil zu regulieren. Die Kombination aus Kalium- und Säuremangel während der Magersucht führen zu schweren Herzrhythmusstörungen, Verkrampfungen und schnelle Ermüdung der Muskulatur kommt noch erschwerend hinzu.
Langandauernde Elektrolytstörungen schädigen das Nierengewebe. Mit der Zeit kommt es dann zu einer zunehmenden Beeinträchtigung der Nierenfunktion.
Wenn man an Magersucht erkrankt ist leidet man häufig an Durchblutungsstörungen, was man an kalten Händen und Füßen bemerkt. Bei extremen Fällen kann es sogar zu Erfrierungen kommen.
Wegen des hohen Gewichtsverlust bei der Magersucht ist der Zyklus sehr unregelmäßig und die Fruchtbarkeit ist oftmals eingeschränkt, der Kinderwunsch bleibt aus. Es werden ca. nur 80% die die Krankheit überwinden konnten wieder schwanger.
Durch das ständige Erbrechen bei der Magersucht kann es vorkommen, das sich die Speiseröhre entzündet und durch das das die Magensäure zurückfließt kann es auch zu Geschwüren kommen. Es kann lebensbedrohliche Komplikationen geben, wenn es durch ein Geschwür zu Blutungen oder Durchbrüchen kommt.
Bei der Krankheit Magersucht hat man einen hohen Vitamin D Mangel was die Knochensubstanz stark vermindert (Osteoporose) und es kommt zu einer Knochenerweichung (Osteomalazie), weshalb man sich auch schon bei dem kleinsten Sturz die Knochen brechen kann.
Die psychischen Folgen der Magersucht sind nicht zu vergessen. Die Konzentration und die Leistung fallen immer mehr ab, wodurch die Depressionen immer häufiger werden und man keine Lust mehr hat zu Leben und das Interesse an der Umwelt nimmt immer mehr ab.